Pauschal ist doof
Vor allem, wenn es um eine Headline geht. Viele Headlines sind
daher ziemlich doof, da ziemlich pauschal. Der Grund: Man will
so viel wie möglich an Infos hineinpacken in diese paar Worte.
Mehr als ein extrem pauschales Sätzchen kann dabei dann leider
nicht rauskommen und ist im Ergebnis: nichtssagend, langweilig,
emotionslos.
Das Geheimnis liegt in präzisen Aussagen, die Emotionen wecken
und gern auch mal scheinbare „Nebensächlichkeiten“ zur
Hauptattraktion werden lassen.
Beispiel:
Das Küchenstudio XY möchte eine hochwertige Küchenserie bewerben.
Geben wir dieser Serie mal den Namen „abc“. Qualität: superklasse.
Design: supermodern. Preis: superschwindelerregend.
Die dazugehörige Headline: „Wir machen Küchenträume wahr“
Gäääääääähn. Langweiliger und pauschaler geht es wirklich nicht.
Gibt man diesen Satz zudem in Google ein, bekommt man etliche
Firmenseiten mit genau diesen Worten ausgespuckt.
Will man sich von der Konkurrenz abheben, seine Vorzüge darstellen,
Kunden gewinnen, sollte man sich schon etwas mehr Mühe geben und
dabei ruhig frisch-freche Wege gehen. Beispielsweise:
„Die neue Liebe Ihres Lebens finden Sie bei uns: abc“
Wie, wo, was? Eine neue Liebe? Selbst wenn eine „alte Liebe“ in Form
eines Ehepartners zu Hause sitzt und man daher eigentlich keinen
Bedarf an einer neuen Liebe hat, werden dennoch ganz klar Emotionen
angesprochen. Man wird neugierig. Und die Headline ist zudem eher
unüblich für ein Küchenstudio, also einzigartig. Nebenbei wird die
Botschaft vermittelt: „sehr haltbar“ – denn bekanntlich sollte die
„Liebe des Lebens“ lange halten. Zumindest wird dies von jedem
bei diesen Worten sofort assoziiert.
Tja, Headlines sind eben doch eine echte Wissenschaft für sich.


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