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Gedanken-Spielraum - warum es für neue Ideen die nötige Ruhe braucht



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Zeichnung: Rüdiger Lutz



Die besten Ideen habe ich immer dann, wenn ich völlig entspannt bin. Weg vom Rechner, alles um mich herum ausblenden, Augen zu, los geht's. Je mehr Hektik im Arbeitsalltag auftaucht, desto schwieriger finde ich es, wirklichen Gedanken-Spielraum zu haben für Erleuchtungen und punktgenaue Konzepte. Und die gehen jedem Text voraus. Die Hauptarbeit eines guten Texters findet daher immer vor dem eigentlichen Schreiben statt. Ohne tiefgreifende Idee und Konzept kein punktgenauer Text.

Ich habe dazu mein eigenes Ritual entwickelt. Zuerst folgt die Recherche, um meinen kreativen Geist mit den nötigen Inputs zu versorgen. Dabei geht's in meinem Oberstübchen meist schon zu wie bei einem Tennismatch: Die Infos werden in Millisekunden von linker zu rechter Hirnhälfte und umgekehrt hin- und her geworfen. Die ersten Fragen tauchen auf und manchmal auch logische Hürden. Die sind besonders interessant. Kommt meinen Synapsen etwas SOS-Wichtiges in die Quere, fangen meine Antennen an zu vibrieren. Ich weiß meist noch nicht, warum. Mit den Jahren der Erfahrung habe ich gelernt, dies in dem Stadium einfach zur Kenntnis zu nehmen. Die Erklärung dessen folgt im weiteren Prozess. Ganz von allein.

Auf diese Weise "gefüttert", ziehe ich mich auf mein Ideen-Sofa zurück. Das klingt lustig und gar nicht nach Arbeit. Das scheint aber nur so. Für mich persönlich klappt es so am Besten, da ich dabei in die nötige Entspannung komme. Vor dem Rechner mit tausend Ablenkungen ist mein Verstand zu putzemunter und überaktiv. In der Entspannung lässt er sich bezüglich Ideenfindung leichter leiten. Plötzlich werden Dinge für mich glasklar, es fügen sich wichtige Details zusammen, erste Ideen beflügeln mich. Also schnell zurück zum Rechner und die Ergebnisse vom Ideen-Sofa ausarbeiten. Bestimmt gebe ich ein seltsames Bild ab mit diesem Ritual. So lange das Ergebnis stimmt, ist der Weg dahin doch unwichtig.

Dieser Weg sieht für jeden anders aus. Vielleicht haben Sie ja auch so eine Gedanken-Spielraum der totalen Entspannung. Beim Spazierengehen, Kaffeetrinken oder Sport. Ich finde es nur wichtig, sich diesen Raum auch wirklich zu nehmen. Und das ist die schwierigste Hürde der Sache. Der Alltag reißt uns mit und lässt uns kaum eine Sekunde Ruhe. Fühlt sich manchmal an wie auf der Autobahn, auf der man sich ständig selbst überholt. Ich fahre daher öfter mal rechts raus - und parke eine Weile auf meinem Ideen-Sofa.

Ich wünsche Ihnen regelmäßig zelebrierten Gedanken-Spielraum für Ihre Ideen.



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