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Guck mal nach oben. Fällt dir was auf?
Ich verrate es dir: "Der Himmel ist offen"



Idee + Story: Ulrike Parthen

©Constanze Kühn

Als Kind voller Begeisterung Tucholsky und Tolstoi zu verschlingen, während andere Mädchen in der gleichen Zeit mit ihren Puppen spielen. Für diese Begebenheit gibt es nur zwei Erklärungen: Es handelt sich entweder um ein ganz besonderes Talent oder dieses Kind ist einfach verrückt. In besagtem Fall trifft glücklicherweise erstes zu. Was die dringende Frage hinterlässt: Was ist aus dem Kind wohl geworden? Philosophin? Schriftstellerin? Oder gar Schauspielerin? 



Knapp daneben. Aber wirklich nur knapp. Susanne Konopatzkis Berufsbezeichnung lautet Logopädin. Wobei das nicht ganz richtig ist und wieder doch. Hinter diesem Menschen steckt so viel mehr, als dass ich – die Verfasserin dieser Story – hier eine passende Umschreibung parat hätte. Für Susanne Konopatzki gibt es keine, außer dass sie halt außergewöhnlich und anders ist. Eine Dame, die sie sehr gut kennt, nahm in dem Zusammenhang das Wort „Koryphäe“ in den Mund. Kommt ihr schon sehr nahe, um nicht zu sagen: perfekt getroffen! Was genau im Einzelnen dahinter steckt, erklärt diese Story.



So viel vorweg: Nichts ist so, wie es scheint


Vergiss daher erst mal alles, was dir bei der Bezeichnung Logopädie in den Sinn kommen mag. Du liegst damit zu 100 % falsch. Ging mir auch so. Meine eigene saloppe Interpretation des Ganzen: „Das sind doch die, die Kranken beim Sprechen behilflich sind. Stotterern beispielsweise.“ Der Berufsverband der Logopäden möge mir die eher, naja, sehr simplen Gedankengänge verzeihen. Ich dachte halt so. Bis ich Susanne Konopatzki kennen lernte und langsam begriff, was darunter im Allgemeinen zu verstehen ist. Und was die sehr spezielle Konopatzki-Machart wiederum von der herkömmlichen unterscheidet. Ein Gegensatz wie Sonne und Mond oder Meeresstrand und Mount Everest. Kolossal anders!



 Der Himmel ist offen!


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©Rüdiger Lutz Fotografie



"Der Himel ist offen", so meine erste Erklärung dazu, wobei die gar nicht mir selbst entstammt. Damit kannst du jetzt sicher noch nicht allzu viel anfangen. Die Zusammenhänge ergeben sich beim weiteren Lesen. Da die beruflichen Anfänge der Susanne Konopatzki von Tolstoi in Richtung Logopädie gar so witzig waren, muss ich sie hier unbedingt mit einfließen lassen. Das Mädchen war also inzwischen zum Teenager herangereift. Berufswunsch: Schauspielerin oder Leistungssportlerin. Tolstoi hatte damit rein nichts zu tun. Eher die einengenden Begebenheiten der ehemaligen DDR. Susanne Konopatzki wollte raus und die Welt sehen. Ging nur mit diesen beiden Berufen. 



Der Mauerfall löste in 1989 das Problem von selbst


Und so konnte sie ihre Gedanken im Ausbildungs-fähigen Alter in eine andere Richtung lenken. „Nur, was will ich jetzt tatsächlich werden?“, so die Frage. Die Antwort lieferte eine Zugfahrt. Auf der befand sie sich. Gegenüber saß jemand, der ein Ausbildungsbuch auf dem Schoß liegen hatte, das alle gängigen Berufe nebst exakter Beschreibung enthielt. Aha, eine interessante Lektüre für eine Zugfahrt. Da Susanne Konopatzki ja schon immer den Hang für außergewöhnlichen Lesestoff in sich trug, bat sie um Einsicht. Sie blätterte und blieb beim Wort Logopädin hängen. „Das ist es!“, so der Entschluss in der nächsten Sekunde. Felsenfest sicher und absolut davon überzeugt.

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©Constanze Kühn



Drei Jahre später hatte sie den Abschluss in der Hand


Weitere zwei Jahre später schon stand sie in der eigenen Praxis. Danach ging es rasend schnell. Das mit der Koryphäe und auch alles andere. Die Besonderheit der Susanne Konopatzki auf dem Gebiet sprach sich herum. In atemberaubender Geschwindigkeit. Was diese Besonderheit im Detail bedeutet, lässt sich so erklären: Sie lernt irgendetwas. Außer der klassischen Ausbildung ist da inzwischen eine ganze Menge zusammengekommen. Zu viel, hier alles einzeln aufzuzählen. Sie kriegt also diverse Inhalte vermittelt zu einem Thema. Das nimmt sie und beginnt sofort ihr Werk. Betrachtet es von oben, von unten und guckt einmal quer durch. Dann noch einmal schütteln und umgehend ihre höchst eigene Quintessenz daraus ziehen. 



Fertig ist die Ausbildung nach Konopatzki’scher Machart!


Wer als Zehnjährige Tucholsky versteht, kann so was! Sich dabei nur rein auf eine bestimmte „Technik“ zu beschränken, ist ihr entsetzlich zu wenig. Menschen sind Persönlichkeiten, das Leben indes von Emotionen bestimmt. Alleinige Technik für sie ergo viel zu wenig, um die Bandbreite der Ganzheitlichkeit zu bedienen. Deswegen ist bei ihr auch der Himmel und somit alle Möglichkeiten für jeden offen, denn Begrenzungen gibt es dort keine. Alles kann sein, werden und gedeihen, darf seinen ureigenen Lauf nehmen, ohne begrenzende Gedanken vorab. Ihre Patienten lieben sie dafür. Eine fasste es in diesem Satz zusammen: „Bei dir verlasse ich die Praxis immer glücklich!“ Was für ein Kompliment! Wer schafft es schon, Menschen immer glücklich zu machen? Susanne Konopatzki kriegt so was hin. 

Die Buschtrommeln trugen diese Dinge genauso rasend schnell in die Unternehmen hinein. Und so wurde aus Susanne Konopatzki zusätzlich Referentin und Persönlichkeits-Entwicklerin. Machte fortan nicht nur kranke Menschen glücklich, sondern auch gesunde. Solche, die beruflich weiterkommen wollen, sich entfalten und fühlen möchten, was Stimme, Persönlichkeit und Emotionen im Trio auf dieser Welt bewirken können. 



Gänsehaut und so


Was „Der Himmel ist offen“ wiederum für dich bedeuten könnte? Probiere es es doch aus. Spannend wird es mit Sicherheit – Gänsehaut an der einen oder anderen Stelle inklusive. Der Weg zu Susanne Konopatzki geht HIER lang.





Über die Autorin Ulrike Parthen:


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©Rüdiger Lutz

Kickoff Heiligabend 1968, Ideenquelle erstmalig angezapft mit 10 Jahren. Meine Deutschlehrerin so was von baff. Quelle sprudelt nach Jahrzehnten immer noch. Austrocknungsgefahr? Nicht in Sicht! Spezialisiert auf das emotionale Texten/Storytelling/Ideenstiften/Sichtbarmachen von Persönlichkeiten, Werten, Botschaften. Mein Handwerkszeug vor vielen Jahren bei einem der Besten Deutschlands gelernt. Inzwischen tausende Texte und Storys verfasst, Branchen querbeet, online/offline und mindestens genauso viele Ideen ausgeheckt.





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