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Von ollen Kamellen und wie
Xing überhaupt funktioniert


Millionen von Xing-User machen sich auf den Weg zu Ihrem Profil. Sie haben nichts anderes im Sinn, als Ihr Kunde zu werden. Ein bisschen crazy? Oh ja, ziemlich crazy sogar. Warum ich solche seltsamen Dinge schreibe und was das mit der traurigen Realität vieler Xing-Mitglieder zu tun hat – Sie erfahren es in diesem Artikel.





Fotonachweis: http://www.ruedigerlutz-fotografie.de


Liebes Xing - hier bin ich!

Stolz schaue ich auf mein neu erstelltes Xing-Profil. Alle xingen, also muss ich da nix wie mitmischen. Schritt eins habe ich soeben hinter mich gebracht. Nun kann's losgehen. Nur, was genau eigentlich? Und vor allem wie? Ich bin mir sehr sicher, dass es vielen Usern ähnlich ergeht. Auch ich stand vor vielen Jahren exakt an diesem Punkt und hatte plötzlich viele Fragezeichen im Kopf. Ich dachte tatsächlich, dass sich nun alle auf mich stürzen werden und die Kunden via Xing geradezu über mich hereinbrechen. Schließlich hatte ich so tolle Dinge über Xing gehört. Realität war allerdings die: Es tat sich null. Ich dümpelte mehr oder weniger als Karteileiche monatelang in Xing herum.

Hey, Kunden, wo seid ihr bloß? Schaut her, ICH BIN JETZT IN XING.



Gut, dann muss es wohl anders gehen. Wenn ich heute darüber nachdenke … oh je, Schande über mein Haupt. Wenn es eine besser wissen müsste, dann ja wohl ich. Ich beging dennoch erst mal Todsünde No 1: Ich drängte mich nahezu auf. Praktisch sah das so aus, dass ich quer durch Xing wie wild ganz schreckliche Kontaktanfragen stellte und Nachrichten verschickte. „Hey Leute, ich bin die tolle Textfee. Bucht mich!“ Ganz so plump formulierte ich es zwar nicht, das Prinzip war aber ähnlich. Die Menschen reagierten mit simpler Ignoration. Das konnte ich wiederum überhaupt nicht verstehen und war fast beleidigt.


Ein Lichtlein geht auf

Ich bin sehr froh, dass es bei mir nicht all zu lange dauerte, bis das berühmte Lichtlein aufging. Xing funktioniert einfach anders. Die Menschen stürzen sich nicht auf einen, nur weil man jetzt ein Profil erstellt und dies mit massenhaft Suchwörtern gespickt hat. Sie reagieren auch keinesfalls mit Begeisterung, wenn man sie mit Kaufbotschaften penetriert oder sein Unternehmen regelrecht anbiedert. Daraus folgen zwei wichtige Prinzipien, die jeder User unbedingt kennen sollte:

1. Ohne kreative Eigeninitiative geht in Xing gar nix.
2. Mit langweiligen Werbebotschaften leider auch nicht.

Hat man das erst einmal verstanden, wird man Xing von seiner anderen Seite kennen lernen. Von seiner zauberhaften. Es zaubert Ihnen plötzlich Kundschaft herbei.



Bloß nicht werben!


Wie Sie eben gelesen haben, sollen Sie in Xing aktiv werden. Nur wie eigentlich, wenn es keine klassischen Werbebotschaften sein sollen? Mit dieser Frage sind die meisten User bereits überfordert. Offensiv zu werben, ist ganz normal. So normal, dass keiner diese Strategie je in Frage stellen würde. Versuchen Sie es bitte dennoch, dann werden Sie ein kleines Wunder erleben.



Doch was genau ist eigentlich 'werben'?


Ein Begriff so dehnbar wie Kaugummi. Ich will daraus jetzt gar keine Wissenschaft machen. Ich interpretiere offensives 'werben' so:

1. Ich präsentiere ein Angebot und versende dies via PN, spamme Gruppen zu und bringe meinen Newsticker damit zum Platzen.
2. Ich erhalte eine Kontaktanfrage oder stelle eine. Nach Bestätigung dränge ich mich mit meiner Dienstleistung oder Produkten in allen Einzelheiten auf ungalante Art auf, indem ich Romane über mich und mein Unternehmen via PN verfasse.

Führt all das ans Ziel? Nein, leider nicht!


Aktiv umherwirbelnd erlebt man mich in Xing auf zweierlei Art: Entweder präsentiere ich auf lockere Art kreative Arbeitsproben. Am liebsten aber streue ich nette Storys. Alle mit einer versteckten Botschaft, die die Menschen berührt. Komme ich wiederum mit Menschen in Kontakt, per Nachricht oder Kontaktanfrage, dann immer authentisch, ganz bodenständig und ehrlich interessiert. Ohne dieses aufdrängende geschäftliche Gehabe mit dem Schild auf der Stirn "Ich will dich insgeheim als Kunde gewinnen und schlängel um diese Tatsache nun ein bissel tollpatschig herum." Merkt das Gegenüber sofort und macht dicht. Mein einziger Beweggrund, Menschen in Xing anzuschreiben, ist Neugier und Interesse. Was steckt hinter der Person, welche Besonderheit gibt es zu entdecken usw. Stoße ich wiederum auf jemanden, den ich brennend gerne als Kunde oder Kooperationspartner gewinnen will, sage ich das direkt frei raus. So einfach ist das.



Fotonachweis: http://www.ruedigerlutz-fotografie.de





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