Albert Maier
Kunst- und Antiquitätenhändler, Ellwangen







"Liebe Ulrike, ich bin begeistert von deiner Unkompliziertheit, deiner Direktheit und deinem Einfühlungsvermögen, das du mir entgegengebracht hast. Ich finde, du kannst Situationen sehr gut in Worten wiedergeben und möchte mich für deine tolle Arbeit herzlich bedanken."




Wie genau kontaktet man ein Idol? Keine Ahnung! Früher war ich nie Fan von irgendwem. Woher soll ich also wissen, wie man sich als Fan zu verhalten hat, damit es beim Idol gut ankommt. Da muss ich erst in Richtung Lebensmitte voranschreiten, um einen älteren Antiquitätenhändler mit langen grauen Haaren zu verehren und die praktischen Probleme eines Fans kennen zu lernen.

Das allergrößte Problem eines Fans plus Endziel lautet: Dem Idol live gegenüberstehen. Mein persönliches Endziel enthält verständlicherweise eine wichtige Ergänzung: Ich will eine Story über ihn schreiben. Unbedingt! Wie dieses Ziel bloß erreichen? Ich kann ja schlecht einfach anrufen und sagen: „Hallo, Herr Maier, hier ist Ihr Schwäbisch Haller Fan und ich will über Sie schreiben.“ Wenn ich allerdings was super hinkriege, dann freche Ideen aushecken. Da ich nach ausgiebigem Bares für Rares-Studium bei ihm einen gewissen Schalk im Nacken diagnostizieren konnte, hielt ich „frech“ für einen guten Weg. Also nichts wie eine frech-witzige Postkarte nach Ellwangen senden, die erst mal eine Woche bei ihm wirken lassen, um im Anschluss zum Telefonhörer zu greifen. Ich muss verrückt sein, denke ich mir in dem Moment, als das Klingelzeichen ertönt. Einem Herzinfarkt nah vor lauter Aufregung, höre ich eine mir bekannte Stimme am anderen Ende der Leitung. Danach geht alles fix. Schneller, als ich gucken kann, sitzt er einige Tage nach dem Telefonat auf meinem Sofa. AUF MEINEM SOFA! Wir besprechen, wie wir das mit der Story anstellen wollen. So viel Aufregung in so kurzer Zeit musste ich bisher selten verkraften. 

Zurück zur Story: die allein wäre mir für Albert Maier eindeutig zu wenig gewesen. Wir brauchen passende Fotos dazu! Also flugs meinen ehelichen Fotografen ins Auto gepackt und zu Albert Maier gefahren. In einer kurzen Fotografier-Pause hat Rüdi dann sogar einen geheimen Schatz in einem Zinnkrug entdeckt. Wie aufregend! Mit vielen Fotos im Gepäck kehren wir beschwingt ins traute Heim zurück und übergeben Schrift- wie Fotowerke an Laura Friedrich. Irgendwie müssen meine Worte mit den Fotos von Rüdi ja noch hübsch verknüpft werden. Als Fan wache ich natürlich mit Argusaugen darüber, dass mein Idol am Ende nichts anderes als "hübsch" in seinen Händen halten kann. Seinem Gesichtsausdruck bei Übergabe nach zu urteilen, ist uns dies gelungen. Das verursacht selbst mir altem Schreiber-Hasen noch Herzklopfen. 

Das Ergebnis können Sie HIER bestaunen - und lesen.



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